“There is no need to be afraid
of who you really are.”
Bestimmung trifft Gelegenheit
Und das Ergebnis: 400 Menschen haben Tränen in den Augen.
Hier siehst du mich 2018 auf einer Bühne, die ich erobert habe.
Dafür musste ich auf Pausen verzichten und den Mut haben, als Erste etwas zu wagen.
Obwohl der Mann links oben im Bild, die bekannte Koryphäe Blair Singer, der Meinung war, nach so kurzer Trainingszeit sei noch niemand soweit, gab der Trainer mir als Erste diese Bühne für einen besonderen Auftritt.
Mit der absoluten Sicherheit, das Ding zu wuppen, rockte ich den Saal. Alles passte perfekt, ich liefert ab, sodass Blairs erster Kommentar danach zu mir war: “Du machst das nicht zum ersten Mal, richtig?”
Das, was du nicht sehen kannst, weil niemand ein Foto gemacht hat in diesem Moment (!), ist, als Blair mir nach meinem Auftritt eine simple Frage stellte. Er wollte das Folgende spontan von mir wissen:
“Wenn das eine Live Radiosendung wäre, die an die gesamte Menschheit übertragen würde, und du hättest 10 Sekunden, um der Welt etwas zu sagen, was wäre das?”
Die meisten Menschen plappern aus Angst in solchen Situationen einfach irgendetwas vermeintlich Schlaues. Doch ich hatte keine Angst, still zu sein. Einfach auf dieser Bühne, wo mich von unten 800 Augen aus verschiedensten Ländern anblickten, die Augen zu schließen, die Hand auf mein Herz zu legen und mir alle Zeit der Welt zu geben, um aus meinem Herzen die Antwort zu holen.
Allein diese Sekunden versetzten den Saal in eine unbekannte Stille, eine Spannung, etwas Neues. Eine Bühne, auf der plötzlich nicht mehr performt wurde, sondern etwas Echtes passierte.
Dann hob ich den Kopf und blickte direkt in alle Gesichter. Aus mir kam in einer mir selber unerklärlichen Präsenz und Klarheit genau ein Satz.
“There is no need to be afraid of who you really are.”
Du musst keine Angst davor haben, wer du wirklich bist.
Dann schwieg ich wieder.
Man hätte im Saal eine Stecknadel fallen hören können.
Nach einer scheinbaren Ewigkeit von etwa 5 Sekunden dann tosender Applaus.
Die Menschen standen später Schlange, um mich umarmen zu können. Viele sagten, sie hätten Tränen in den Augen gehabt, teils sogar geweint. Tief in sich drinnen hätten sie sich berührt gefühlt.
Eine ergriffene Gelegenheit. Eine unerwartete Frage. Ein Moment der Stille. Ein Satz voller Echtheit. 400 Menschen berührt.
Es ist unfassbar einfach, anderen etwas wirklich Bedeutsames zu geben, wenn wir selber keine Show abziehen, um gut dazustehen.
Und stattdessen einfach echt sind.
Bis heute begleitet mich dieser Satz.
Und bin immer wieder erstaunt, wie sehr wir Menschen uns doch davor fürchten, einfach wir selbst zu sein.
Das verändern zu helfen, dafür bin ich hier.