Seelenyoga

Schön, dass du dich für Seelenyoga interessierst. Yoga als Lebensstil ist ein Teil von mir, auch wenn ich bei den Asanas nicht die größte Brezel bin. ;-)

Vielen Dank und Namsté!

Am Fluss

 

Deine Seele spüren und ganz werden

Was verstehe ich unter "Seelenyoga"?

Mit Seelenyoga bezeichne ich Yoga, so wie es eigentlich im Ursprung gedacht war, bei uns jedoch vergleichsweise selten praktiziert wird.
Aus meiner Sicht müssten viele Yogalehrer bei uns korrekterweise "Asanalehrer" heißen. Denn die Asanas, die Körperübungen, die bei uns gemeinhin als "Yoga" bekannt sind, sind gerade einmal eine von fünf Säulen des Hatha-Yoga, dem urspünglichen Yoga aus Indien.

Seelenyoga ist nicht allein die "Krähe" oder den "Baum" für 20 Sekunden zu halten. Yoga bedeutet im Wortursprung "Joch", also das Geschirr, das Pferd und Kutsche verbindet. So verbindet Yoga Körper, Geist und Seele, das Individuum und das Göttliche. Gleichzeitig kennen wir auch den Begriff "unterjochen". Beim Yoga wird also auch untergeordnet, und zwar die Materie der Geisteskraft.

Seelenyoga ist ein ruhiges, meditatives Yoga. Es legt Wert auf das Halten der Dehnung und Entspannung. Auch konzentrieren wir uns beim Seelenyoga auf die Chakren, die den jeweiligen Asanas zugeorndet sind. Hier geht es nicht um die Anzahl verbrannter Kalorien (wobei das automatisch nicht zu knapp kommt) oder darum, sich stylisch zu heavy beats zu bewegen. Es ist das Praktizieren des Einklangs von Körper, Geist und Seele, das dich in deine Mitte führt. Auch mein Wissen um therpeutisches Yoga und Pranayama fließt mit ein (siehe unten).

Neben des Asanas spielen im Yoga als ganzheitlichem Lebensstil die vegetarische Ernährung (sattvik), Meditation und Denken, Pranayama (Atmung) und Shavasana (Entspannung) eine wichtige Rolle.

Therapeutisches Yoga

Noch nie war die Schulmedizin so weit entwickelt wir heute. Doch Tabletten und Spritzen scheinen nicht unsere alleinigen Heilsbringer zu sein. Zwar haben wir in Europa die Pest besiegt und Kinderlähmung ist höchst selten geworden. Dafür müssen wir uns plötzlich mit Diagnosen wie ADHS oder Burn-Out, ja sogar Bore-Out beschäftigen. Diabetes nimmt seit den 80er Jahren drastisch zu und unsere Kinder und auch Erwachsenen sind übergewichtiger denn je.

Viel zu oft verhalten wir uns in unserem hektischen Alltag aber so. Aufkommende Erkältungen werden mit Chemie schnell unterdrückt, denn wer kann es sich schon "leisten", krank zu sein? Dafür leisten wir uns den Raubbau unseres Körpers auf längere Sicht. Allzu gern nehmen wir in Kauf, dass die fixe Linderung aus dem Schächtelchen auch viele Nebenwirkungen hat. Zumindest, so lange wir nicht unmittelbar mit ihnen zu kämpfen haben. Falls doch, gibt es noch ein zweites Medikament gegen die Nebenwirkungen des ersten. Und so weiter und so fort.

(Seelen)Yoga kann in seiner Ganzheit eine Hilfe darstellen, indem es uns daran erinnert, dass unser Körper nicht von unserem Geist oder unserer Seele getrennt ist. Es ist eine jahrtausende alte Wissenschaft, die uns lehrt, wir wir uns ein Einklang bringen, auf uns hören, uns spüren und wahrnehmen können. Die Asanas (Körperpositionen) tun nicht einfach nur gut, indem wir uns ein bisschen dehnen und Muskel aufbauen, sondern sie wirken gezielt auf unser gesamtes System ein. Dabei können für Krankheiten auch gezielte Übungsreihen zusammen gestellt werden, um die Heilung zu fördern (Beispiele siehe unten).
Mehr aber noch gilt es, durch Yoga hinein zu horchen in uns. Letztlich ist, nicht nur meiner Meinung nach, jede Krankheit eine Botschaft unserer Seele. Sie will uns zeigen, was nicht mehr läuft, was wir nicht sehen wollen, wo wir von unserem Lebensweg abgewichen sind, entweder aus Furcht oder weil wir uns zu sehr Zielen im Außen verschrieben haben, die mit unseren wahren Wünschen aber eigentlich gar nicht so viel zu tun haben, wie wir denken.

Ich bin keine Medizinerin und erhebe daher auch nicht den Anspruch, dich mit Yogastunden therapieren. Auch erstelle ich keine Diagnosen oder behandle dich.
Gerne aber teile ich mein in Indien erworbenes Wissen mit dir. Was du daraus machst, ob du es umsetzen und ausprobieren magst, das ist deine Wahl - wie bei allem.

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